Die Museen in der Bremer Böttcherstraße zeigen mit „Tausche Cranach gegen Monet“ zurzeit eine ganz besondere Ausstellung. Die hochkarätige Sammlung Rau tritt mit der Sammlung Roselius des Museums Böttcherstraße in einen Dialog. Zu sehen sind Werke vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Von Canaletto und Cranach über die Impressionisten bis hin zu Paula Modersohn-Becker wird ein weiter Bogen gespannt.

Die Sammlung in der Böttcherstraße trug der Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius zusammen. Für die Ausstellung „Tausche Cranach gegen Monet“ kommen Gemälde aus der Sammlung des schwäbischen Arztes Gustav Rau dazu. Er vermachte seine Kunstwerke im Jahr 2001 dem Kinderhilfswerk Unicef und verfügte, dass die Bilder ab 2026 zugunsten von Kinderhilfsprojekten verkauft werden. Die Ausstellung in Bremen ist vermutlich eine der letzten Gelegenheiten, die Sammlung außerhalb Remagens zu sehen.

Tauchen Sie mit mir ein in die spannende Geschichte zweier leidenschaftlicher Sammler und entdecken Sie die Vielfalt der Malerei aus fünf Jahrhunderten, von biblischen und mythologischen Motiven über Porträts, Landschaften, Stilleben, Stadtansichten bis hin zu Mutter-Kind-Motiven. Wenn Sie mögen, verbinden Sie den Museumsbesuch gleich mit meiner Führung duch die Böttcherstraße. Tausche Cranach gegen Monet“ ist noch bis zum 30. Januar 2022 täglich außer montags von 11:00 bis 18:00 Uhr zu sehen. Auf der Museumswebsite bieten ein Video sowie die Audiotour einen schönen ersten Einblick. Zudem erfahren Sie dort, welche Corona-Regeln aktuell für den Ausstellungsbesuch gelten.

Das Bremer Rathaus ist Welterbe, die untere Rathaushalle ein besonderer Ausstellungsort. Nach der Zwangspause 2020 findet dieses Jahr hier wieder die Ausstellung  Gold am Fluss statt: Bekannte Goldschmiedewerkstätten aus Bremen und Umgebung zeigen ihre Arbeiten. Der Austausch mit den Künstler:innen bietet eine schöne Gelegenheit, Geschenke zu finden oder sich selbst in ein Schmuckstück zu verlieben.

Die Ausstellung ist am Freitag und Samstag, dem 12. und 13. November 2021, von 10:00 bis 19:00 Uhr und am Sonntag, dem 14. November 2021, von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Die Coronaregeln ändern sich zur Zeit kurzfristig. Sicherheitshalber sollten Sie für den Besuch der Ausstellung eine medizinische Maske dabeihaben, am besten auch einen Nachweis über „geimpft“, „genesen“ oder „getestet“. Und dann viel Spaß.

StelzenläuferAnfang November findet in Bremen auf dem Domshof „Das große Lichtertreiben“ statt. Die faszinierende Veranstaltung mit illuminierten Stelzenläufern und Maskenfiguren findet sonst als Auftakt des Bremer Samba Karnevals im Ostertorviertel statt. Nach der langen Zwangspause haben die Akteure von der Initiative Bremer Karneval e.V. sich ein besonderes Programm ausgedacht: Sie lassen mit dem Licht ihrer poetischen Figuren die Bremer Altstadt rings um Rathaus und Domshof lebendig werden.

Am 05. und 06. November 2021 zwischen 18:30 und 22:30 Uhr kann man in der Bremer Altstadt ins Träumen kommen …

Wer an Worpswede denkt, denkt an Moorlandschaften und an die Maler*innen, die den Ort Ende des 19. Jahrhunderts für sich entdeckten. Die heute in Worpswede lebenden Künstler*innen sind weniger bekannt. Mit der Ausstellung „Jetztzeit – Zeitgenössische Kunst aus Worpswede“ bietet das Overbeck-Museum in Bremen-Vegesack einen Einblick in die Werke von vier Kunstschaffenden des lebendigen Künstlerdorfs. Moderne Bilder und Skulpturen treffen auf Klassiker von Fritz und Hermine Overbeck. Der Blick der modernen Künstler*innen richtet sich von Worpswede auf die Welt. Auf vielfältige Weise setzen sie sich mit der Gegenwart auseinander. Ebenso wenig wie die Bilder der ersten Worpsweder Maler*innen lassen sich die Werke von Viktoria Diehn, Christoph Fischer, Franziska Hofmann und Christine Huizinga einer gemeinsamen Richtung zuordnen. Mit dem Ehepaar Overbeck verbindet die modernen Künstler*innen, dass sie sich kritisch mit ihrer Umgebung und ihrem Zeitalter beschäftigen.

Die Ausstellung im Overbeck Museum in Bremen-Vegesack ist noch bis zum 9. Januar 2022 zu sehen.

Die Kirche „ Unser lieben Frauen“ in der Bremer Innenstadt, bekannt durch die farbigen Fenster von Alfred Manessier, kann von Montag bis Samstag zwischen 11:00 bis 16:00 Uhr wieder besichtigt werden. Während der Renovierung im Sommer 2021 hat die Kirche ein neues Lichtkonzept bekommen. Zudem wurden die Bänke in den Seitenschiffen entfernt, sodass ein flexibel nutzbarer Freiraum entstanden ist. Diese Freiflächen bieten auch einen guten Blick auf die Fenster des französischen Künstlers Alfred Manessier. Die starkfarbigen, abstrakten Motive verleihen der alten Kirche vor allem bei Sonnenschein eine ganz besondere Atmosphäre. Ein Besuch lohnt sich aber auch bei bedecktem Himmel. In den kommenden Monaten wird an der Akustik gefeilt. So wächst die Vorfreude auf Konzerte in der Kirche noch weiter.